Pferde als Partner ... neue Beziehungen
entstehen
Das Pferd als grosses, differenziert
reagierendes Wesen hat schon viele Menschen fasziniert. Die ganz spezielle Zuneigung
zu diesem Tier versuchen wir in den pferdegestützten Förderangeboten und im Heilpädagogischen Reiten zu nutzen. Was
wir mit unserem Partner Pferd machen können, spricht den ganzen Menschen
an: Seine Seele, seinen Verstand und seinen Körper. Gesunde und behinderte
Kinder und Erwachsene haben bei uns Gelegenheit, Pferde im ganzheitlichen Umgang kennen zu lernen.
Das Pferd wird nicht nur geritten. Beim Beobachten, Begrüssen, Anhalftern,
Führen, Putzen, Hufauskratzen, Verwöhnen, Reiten, Füttern, Streicheln
und Verabschieden lernen unsere Klienten die Pferde spielerisch kennen. Auf
dem Pferderücken können sie sich entspannen, sich in die Bewegungen
hinein geben, geniessen, auch turnen und spielen und Gleichgewichtsübungen
machen. So können viele Kräfte gefördert, positive Entwicklungsimpulse
ausgelöst und Fehlverhalten abgebaut werden.
Verschiedene Fähigkeiten und Verhaltensweisen können mit Hilfe der
Pferde eingeübt werden:
| Eine Beziehung zum Pferd aufbauen | |
| Ängste überwinden lernen | |
| Partnerschaftlichen und vertrauensvollen Umgang zu Mitreitern finden | |
| Kooperationsbereitschaft erhöhen | |
| Verkrampfungen lösen | |
| Selbstvertrauen gewinnen | |
| Das Durchsetzungsvermögen verbessern | |
| Die Konzentrationsfähigkeit fördern | |
| Das Wahrnehmungsvermögen erweitern | |
| Ein neues Körperbewusstsein erlernen | |
| Die Körperbeherrschung verbessern | |
| Das emotionale Gleichgewicht ins Lot bringen | |
| Eine befriedigende und beglückende Freizeitbeschäftigung finden |
Das Pferd selber anzuhalftern, zu
putzen, ja sogar seine Hufe auszukratzen, dazu gehören Mut, Übung,
Geschicklichkeit, Fingerfertigkeit, Selbständigkeit und Geschick. Dies
führt in der Regel zu Lernerfolgen, zu mehr Selbstwertgefühl und Lebensfreude.
Die Kommunikation mit dem Pferd und der Betreuerin sind wichtig und nötig.
Auch therapiemüde Kinder werden durch das gutmütige Tier zum Sprechen
und Handeln animiert.
In der Regel wird nicht selbständig geritten, sondern das Pferd wird geführt
von einem Betreuer oder von einem anderen Schüler. So kann der Reitende
sich auf sich selbst, auf die ihm gestellten Aufgaben, auf sein Gleichgewicht
und auf sein momentanes Befinden konzentrieren. Beim Reiten passt sich der menschliche
Körper dem Rhythmus des Pferdes an. Meist wird auf ungesatteltem Pferd
geritten, damit die Wärme des Lebewesens Pferd spürbar wird.
Als individuelle Therapie aus dem Bereiche der Speziellen Pädagogik und Behindertenförderung ist Heilpädagogisches Reiten besonders geeignet bei:
| Verhaltensstörungen verschiedener Ursachen | |
| psychischen Erkrankungen, Störungen der emotionalen Entwicklung | |
| Kommunikations- und Beziehungsproblemen | |
| psychomotorischen Befunden | |
| minimalen cerebralen Bewegungsstörungen | |
| mangelndem Körperbewusstsein | |
| Störungen der Wahrnehmung (Tastsinn, Hören, Sehen, Raum-Lage-Orientierung) | |
| Sprachbehinderungen, Störungen der Sprachentwicklung | |
| Lern- und geistiger Behinderung | |
| Menschen mit körperlichen Problemen (Ungeschickte, Verspannte, Menschen mit Gleichgewichtsproblemen, Rhythmusstörungen) | |
| therapiemüden Kindern | |
| Menschen, die Reiten in einem Schonrahmen kennenlernen möchten | |
| Problemkindern und Behinderten zur gesellschaftlichen Integration | |
| Gesunden Kindern als sinnvolle und beglückende Freizeitbeschäftigung |